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Die Stimmen sind verstummt

(Rottweil hf) "Wie KZ-Erfahrungen die Nachkommen prägen - Angehörige von Häftlingen berichten" war das diesjährige Thema der Gedenkfeier am Mahnmal im Eckerwald. Nach drei Jahren Abstinenz konnte die Vorsitzende der Initiative Gedenkstätte Eckerwald Brigitta Marquart-Schad wieder internationale Gäste und Besucher am achten Mai, 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, begrüßen. Aber sie mußte bedauernd zum Ausdruck bringen, dass "die Stimmen der Überlebenden verstummt sind und der Initiative  nur noch in der Erinnerung verhaftet bleiben".  So mußte Helga von Specht in ihrem Totengedenken acht Zeitzeugen erwähnen, die seit der letzten Gedenkfeier 2018 verstorben sind. Sehr einfühlsam begleitete die Musikkapelle Zepfenhan mit der Europa Hymne und den Friedenswünschen Dona nobis pacem die Feier.

Umso größer war die Freude, dass sechs Angehörige von ihren Erfahrungen mit Ihren Vätern sprachen.  Es waren unterschiedliche Erfahrungen, die aber alle die Greuel und Schrecken des KZ-Alltages einten und die vor dem Hintergund des gegenwärtigen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine neues Leid heraufkommen sahen. So schrieb die abwesende Annie Jacques aus Frankreich zum gegenwärtigen Krieg Bezug nehmend : "Wird der Schrecken niemals enden?" Wie viele Überlebende habe auch sein Vater nie über die Grausamkeiten in Natzweiler oder Schömberg gesprochen, berichtete der Luxemburger Robert Schmit und begegnete bei der Feier einem Schömberger, Horst Kiene, einem Bürger, der den Häftlingen ein Stück Brot oder Kartoffeln, damals unter Lebengefahr für beide, hat zukommen lassen. Zum ersten Mal war Otto Kertész, dessen Onkel 1944 im KZ Dautmergen umgekommen war, aus Ungarn angereist. Er berichtete über seine Recherchen und legte einen Kranz und eine Fotografie seines Onkels am Mahnmal nieder. Die Tochter des langjährigen Freundes der Initiative Eckerwald, Jacek Zieleniewicz aus Warschau, Dorota Nowakowska, die mit Ihrer Schwester  Wieslawa Melwinska gekommen war, berichtete, auch ihr Vater - der als 17jähriger nach dem Warschauer Aufstand zuerst nach Auschwitz , danach nach Dautmergen abkommandiert wurde - habe lange nicht über die KZ-Grausamkeiten gesprochen; erst nach 50 Jahren wurde ihr Vater Zeuge davon und habe die junge Generation angesprochen. Drei Wörter seien ihr von ihm im Gedächtnis geblieben: " Frieden , Freiheit und Freundschaft" , letzeres habe ihr Vater  durch die Initiative Eckerwald und sie durch ihren Freund Jacek erfahren können. Auch Sohn Miroslaw Dabrowski aus Polen berichtete über seinen Vater Eugeniusz , dass er viele Jahre "in seinem Bewußtsein blockiert" gewesen sei, ehe er sich in Veteranenorganisationen engagiert und erst danach über seine KZ-Erfahrungen "entblockiert" berichten konnte, auch hier bei uns in seinen vielen Schulbesuchen. Ryszard Sztanka aus Polen, der 1945 im KZ Berlin- Köpenik geboren wurde, berichtete über seine Familiengeschichte - eine Geschichte über den Zeitraum von 1939 bis 1945 (Zerstörung Warschau's über den Warschauer Aufstand bis zur Deportation und Trennung der Familie über Auschwitz-Birkenau nach Dautmergen bzw. Sachsenhausen).  Sein Vater war an Weihnachten 1944 in Dautmergen gestorben, seine beiden Brüder haben die "Todesmärsche" überlebt, er und seine Schwester Jadwiga kehrten nach Warschau zurück.  Im Jahr 1999 sei er zum ersten Mal nach Rottweil gekommen und heute 2022 sage er der Initiative Eckerwald Dank für ihre Freundschaft.

Willi Koch, zweiter Vorsitzender , griff zum Abschluss einer bewegenden Gedenkfeier die drei Worte "Friede - Freundschaft- Freiheit " auf in der Hoffnung sie mögen Realität werden in schwierigen Zeiten. "

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2022. Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.
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