Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.

 

Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.


Vereinsgeschichte

               Erste Phase: 1985 – 1992, Entstehung der Gedenkstätte Eckerwald

  • April 1985: Jürgen Schübelin veröffentlicht im Schwarzwälder Boten und in der Schwäbischen Zeitung ganzseitige Dokumentationen über das Lager Schörzingen und sein Außenkommando Zepfenhan.
     
  • 5. Mai 1985: Erste Gedenkfeier im Eckerwald, Friedensgruppe, Gemeinderatsfraktionen und Oberbürgermeister von Rottweil. Siegfried Haas als Hauptredner.
     
  • 22. September 1985: Gedenkfeier der Aspen-Initiative auf dem KZ-Friedhof Schörzingen
     
  • Kontakte zu Bürgermeisterämtern, Erkundung und Kartografierung des Geländes
     
  • 11. Februar 1987: Gründung des eingetragenen Vereins „Initiative Gedenkstätte Eckerwald“ (Vorstand: Gerhard Lempp, Gertrud Graf und Ingrid Meister)
     
  • Sommer 1987, Erstes Workcamp (SCI), Rodungsarbeiten, Anlegung des Gedenkpfades nach Plänen von Architekt Helmut Morlok, dessen Sohn Andreas Morlok die Arbeiten leitet.

    In diesem Zusammenhang: Exkursion nach Natzweiler-Struthof, Begegnung mit Leon Donven.
  • Herbst 1987: Eine Gruppe aus Polen besucht den Eckerwald und den KZ-Friedhof Schörzingen (Maximilian-Kolbe-Werk)
     
  • Frühjahr 1988: Eine Gruppe aus Luxemburg besucht die Initiative (unter anderen Robert Krieps, Ernest Gillen, Marius Pauly und Leon Donven). Führung durch den Eckerwald, Minister Robert Krieps kündigt eine Spende durch die Luxemburgische Regierung in Höhe von 10.000,- DM an.
     
  • Sommer 1987 – Frühjahr 1988: Im Atelier von Siegfried Haas entsteht das Eckerwald-Mahnmal.
     
  • 23. April 1989: Einweihung des Eckerwaldes als Gedenkort. Gedenkfeier am Platz des neu aufgestellten Mahnmals mit Gästen aus Frankreich, Luxemburg und Polen.
    Hauptredner: Norbert Greinacher.
     
  • 13. Mai 1990: Einweihung der Dokumentation im Backsteingebäude.
    Hauptredner: Utz Jeggle.
     
  • Frühjahr 1991: Erscheinen der Broschüre „Wüste 10 – Gedenkpfad Eckerwald“. Inzwischen 4. Auflage, etwa 4000 Exemplare verbreitet.
     
  • Sommer 1992: Zweites Workcamp (Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste). Die Hütte entsteht.

Zweite Phase: 1992 – 2005,
Intensivierung der Begegnungen mit Überlebenden der Wüste-Lager

  • Sommer 1993: Familie Lempp besucht die Familien Sztanka in Warschau.
     
  • Sept. 1994: Immo Opfermann präsentiert zum ersten Mal seine mit Schülern erarbeitete Ausstellung zum Unternehmen Wüste in Balingen.
     
  • Folgeausstellungen: 1995 in Rottweil (Dominikanerforum), 1997 in Tübingen (Oberschulamt) und 2001 in Stuttgart (Haus der Gewerkschaften)
     
  • Mai 1995: Veranstaltungsreihe zu „50 Jahre nach dem Krieg“
     
  • 13./14. Mai: Begegnung mit Gästen aus Frankreich, Luxemburg und Polen. Zum ersten Mal dabei: Gruppe aus La petite Raon mit Robert Egly.
     
  • Gedenkfeier im Dominikaner mit Erwin Teufel als Hauptredner. Gedenkgottesdienst im Hl Kreuz-Münster („Ökumenische Messe“!).
     
  • Ab da regelmäßig alljährliche Begegnungswochen im Frühjahr.
     
  • August 1995: Zum ersten Mal ist Julien Hagenbourger dabei und besucht den KZ-Friedhof Schörzingen. Er trägt sich dort ins Gästebuch ein. Daraufhin kommt es zu Besuchen und Gegenbesuchen mit dem ehemaligen Lagerschreiber von Schörzingen. Sein ausführlicher Bericht wird in den folgenden zwei Jahren von Gerhard Lempp ausgewertet und überarbeitet und erscheint im Herbst 1999 unter dem Titel „Aus schwerem Traum erwachen“.
     
  • Frühjahr 1996: Zum ersten Mal Norweger dabei (Helge Norseth, Kai und Kari Riis, Ragnhild Carlsen), Begegnung von Helge und Jerzy, „Bist du der Junge, dem ich an Weihnachten 1944 bei der Krankenbaracke in  Dautmergen begegnete …“
     
  • Mehrere Besuche von Mitgliedern der Initiative in Lothringen (Hagenbourger), Luxemburg (Donven, Gillen, …), La petite Raon (Egly, Häussler, Celle, Sublon …),
    Norwegen (Helge, Kari …)
     
  • Frühjahr 2002: Auf dem vom Sturm Lothar leer gefegten Gelände im Eckerwald wird für jede Nation, aus denen die Häftlinge der Wüste-Lager kamen, ein Baum gepflanzt.
     
  • Frühjahr 2003: Der Tübinger Künstler Ulrich Schultheiß installiert drei Holzstelen an den Betonwänden der Gebläße-Anlage.
     
  • Sommer 2004: Ein zweites Kunstwerk von Siegfried Haas wird bei der Ruine des Kaminsockels aufgestellt: „Macht ist Ohnmacht“.
     
  • Sommer 2005: Walter Looser-Heidger und Gerhard Lempp machen eine zweiwöchige Reise nach Polen, bei der sie in Lodsz, Warschau und Bydgoszcz die polnischen Freunde besuchen.-   

 Dritte Phase: 2005 – 2008
Die Gedenkstätte beim KZ- Friedhof Schömberg („Lernort“) entsteht.

  • Der Zollernalbkreis stellt ein Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum KZ-Friedhof Schömberg für einen „Lernort“ zur Verfügung, der die Informationslücke an diesem Ort schließen soll.
     
  • Das Architektenbüro Helmut Morlok entwirft den Plan für diese Gedenkstätte.
     
  • Walter Looser-Heidger rekonstruiert eine Namensliste der 1774 Toten, die auf dem KZ – Friedhof begraben sind (überwiegend Opfer des KZ Dautmergen, einige aus dem Bahnhofs-KZ Schömberg).
     
  • 22. April 2007: Erste Gedenkfeier zur Einweihung des Lernortes. 
    Namens-Kubus.      
    Hauptrednerin: Hanne Sophie Greve.      
    Schüler führen die Performance „Namen“ auf.
     
  • Eine Arbeitsgruppe mit Gertrud Graf, Walter Looser-Heidger, Heinrich Maier und Immo Opfermann gestaltet die Dokumentation: Vier thematische Inseln mit jeweils drei großflächigen Dokumentationstafeln.
     
  • 13. April 2008: Zweite Gedenkfeier zur Einweihung des Lernortes. Hauptredner: Erwin Teufel, Musik: „Nelli Celli“.
     
  • Die Dokumentation findet sehr großes Interesse insbesondere auch bei den Überlebenden dieser Lager.


    Vierte Phase: seit 2008
    Neue Schwerpunkte (Vernetzung, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb, Arbeit mit Schülern, Theaterprojekte)
  • Bereits ab 1994 vernetzen sich die Gedenkstätten in Baden Württemberg zur Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten (LAGG)
     
  • 1995: Bei der Landeszentrale für politische Bildung wird ein Gedenkstättenreferat eingerichtet (Konrad Pflug, Renate Baur).
     
  • Finanzielle Förderung durch das Land.
     
  • Jährliche Tagungen
     
  • Ab 1995: Intensivierung der Zusammenarbeit unter den Gedenkstätten der Region: Bisingen, Haigerloch, Hechingen, Arbeitskreis ehemalige Synagoge Rottweil, Eckerwald. Aus dieser Arbeit geht unter anderem die Broschüre „Möglichkeiten des Erinnerns“ hervor. (Autoren für das Kapitel über die Gedenkstätte Eckerwald: Gertrud Graf und Erdmuthe Maier).
     
  • Ab 2005 kommen weitere Gedenkstätten dazu: Baisingen, Rexingen, Hailfingen-Tailfingen, Geschichtswerkstatt Tübingen, Stauffenberggedenkstätte Lautlingen. Der Zusammenschluss führt im Frühjahr 2010 zur Gründung des Gedenkstättenverbundes Gäu Neckar Alb als eingetragener Verein.
     
  • Herausgabe der „Gedenkstätten-Rundschau“, Halbjahreszeitschrift.
     
  • Materialheft für Schulen, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung, „Wir sind gezeichnet fürs Leben, an Leib und Seele“, Unternehmen „Wüste“ – das südwürttembergische Ölschieferprojekt und seine sieben Konzentrationslager, Ein Lese- und Arbeitsheft.
     
  • Gemeinsame Homepage des Gedenkstättenverbundes mit Material-Angeboten für Schüler und Erwachsene.
     
  • Einrichtung einer nach Arbeitsfeldern aufgeteilten Hauptamtlichen-Stelle (Kirsten Timme, Martin Ulmer)
     
  • In einer Reihe von Schülerprojekten wurden unter Leitung von Gerhard Lempp mehrere Theater-Aufführungen sowohl im Rahmen von Gedenkfeiern, als auch als eigenständige Aufführungen präsentiert. Zuletzt am 3. Oktober 2011 (Tag der deutschen Einheit) die Eigenproduktion „Mauern“
     
  • Die Initiative Gedenkstätte Eckerwald erinnert sich einer immer länger werdenden Reihe von Verstorbenen, sowohl unter den Freunden, unter den Überlebenden, als auch unter den Weggefährten der Vereins- und Gedenkstättenarbeit. Nachdem im Jahr 2010 mit Heinrich Maier und Walter Looser-Heidger zwei Vorstandsmitglieder, die mit unermüdlichem Einsatz für die Initiative wirkten, starben, musste der Vorstand neu gewählt werden. Für Walter Looser rückte Brigitta Marquart-Schad nach .

  • Bei der Jahresversammlung 2013 am 29.November wurden u.a.
    Gerhard Lemp als Vorstandsvorsitzender wurde mit Dank für sein großartiges Engagement und seine langjährige Tätigkeit als Vorstand seit der Gründung der Initiative am
    11. Februar 1987 (siehe oben) verabschiedet und Gertrud Graf als erste Vorstandssprecherin gewählt.
     Gerhard Lemp
    wird auch weiterhin im Vorbereitungsteam mitarbeiten.  Foto
     
  • September 2014  Gertrud Graf wurde in Waiblingen für ihr langjähriges Engagement in der Initiative Eckerwald die Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.
     
  • Hohe Ehrung für Helmut Morlok den Architekten des Gedenkpfads Eckerwald und des Lernorts der Geschichte in Schömberg. Polen würdigt Helmut Morloks Verdienste um die Aussöhnung
     
  •  Bei der Jahresmitgliederversammlung 2015 der Initiative Gedenkstätte Eckerwald ergab sich bei den Vorstandswahlen außer der einstimmigen Wiederwahl der Vorstandssprecher
    Gertrud Graf, Vorsitzende,
    Brigitta Marquart-Schad, Stellvertreterin, sowie des
    Kassenwarts Alfons Bulach
    eine Neuerung: Tatjana Mann – Schriftführerin seit 25 Jahren – schied aus, dafür wurde einstimmig Helga Hanisch, Frittlingen, gewählt.

    Vorstand bis 2016



    Gertrud Graf, Alfons Bulach, Brigitta Marquart-Schad, Helga Hanisch


    23.09.2016

    Außerordentliche Mitgliederversammlung 2016, bei der  Brigitta Marquart-Schad als 1. Vorstandssprecherin und Willi Koch als 2. Vorstandssprecher gewählt wurden. Die Neuwahlen waren nötig, nachdem Gertrud Graf als 1. Vorstandssprecherin ihr Amt im Mai 2016 niederlegte.
    Alfons Bulach und Helga Hanisch gehören weiterhin dem Vorstand an.

    Rechenschaftsbericht von Gertrud Graf für die Zeit als Erste Sprecherin  
                von 2013 – 2016 und die Arbeit seit 1985
      (pdf)

    November 2016 Die Initiative Eckerwald wird Mitglied im neugegründeten
    "Verbund der Gedenkstätten" im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e.V.


    Vorstand der Initiative 2016

                  Brigitta Marquart-Schad               Willi Koch                Helga Hanisch

                     nicht auf dem Foto: Alfons Bulach


Mitgliederversammlung der Initiative Gedenkstätte Eckerwald am 13.9.17, 19 Uhr im Allgäustüble Rottweil

Der aktuelle Vorstand der Initiative

Brigitta Marquart-Schad, 1. Sprecherin

Willi Koch, 2. Sprecher

Luise Danner , neuen Kassiererin

Helga Hanisch, Schriftführerin

Seine Die Arbeit von Alfons Bulach als Kassierer während der letzten 11 Jahre
wurde von Brigitta Marquart-Schad und Gerhard Lempp sehr gewürdigt

Satzungsänderung:

Der Vorstand i.S. des § 26 BGB wird von fünf Personen auf vier reduziert.
§ 8 Ein Beirat wird neu aufgenommen. Er besteht aus bis zu fünf Mitgliedern,
 die von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt werden.
Der Beirat berät und unterstützt die Arbeit des Vereins oder regt Projekte an
bzw. beteiligt sich an deren Durchführung. 

Wahl des Beirats:

Danielle Bechtold

Gerhard Lempp

Heide Friederichs

Barbara Pfanner

Der aktuelle Vorstand der Initiative Eckerwald e.V.   

vlnr:  

Luise Danner , neuen Kassiererin, Willi Koch,2. Sprecher, Helga Hanisch, Schriftführerin Brigitta Marquart-Schad, 1. Sprecherin


Stand: September 2017