Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.

 

    Liste der in den Lagern Schömberg und Dautmergen in den Jahren 1944/45            umgekommenen Häftlinge
     

Entlang der Bahnlinie Tübingen – Rottweil sind im Zeitraum 1944/45 sieben Konzentrationslager durch die Nationalsozialisten betrieben worden: In historischer Reihenfolge waren dies die Lager Schömberg, Schörzingen, Frommern, Erzingen, Bisingen, Dautmergen und Dormettingen. Es handelte sich um Außenlager des Stammlagers Natzweiler-Struthof im annektierten Elsass.

In primitiven Industrieanlagen sollte aus Ölschiefer Treibstoff gewonnen werden („Unternehmen Wüste“). Unter unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen sind zahllose KZ-Häftlinge in diesen Lagern umgekommen. 

Die Namen der über 1100 Toten des Lagers Bisingen lassen sich leider nicht mehr rekonstruieren. Diese Listen mit den Namen der Toten wurden vernichtet. 

Für das Lager Schörzingen können 529 Namen von Todesopfern nachgewiesen werden. Die Liste dieser Toten findet sich unter einem weiteren Link in dieser Homepage. Auf großen Holztafeln sind sie außerdem in der Halle des KZ-Friedhofes Schörzingen sowie im Totengedenkbuch aufgeführt.

Die über 1770 Namen der Todesopfer der Lager Schömberg und Dautmergen konnten verifiziert werden und werden in der nachfolgenden Liste aufgeführt. Diese Menschen kamen aus Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, der Schweiz, aus Serbien, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Weißrussland, der Ukraine und Deutschland. Alle Opfergruppen waren vertreten.

In den Lagern Schömberg und Dautmergen fiel knapp die Hälfte der Toten gemäß der nationalsozialistischen Rassenideologie dem Programm „Vernichtung durch Arbeit“ zum Opfer. Dies waren in der überwiegenden Mehrzahl Juden vor allem aus Litauen und Polen, aber auch aus anderen Ländern ganz Europas. Außerdem gehören in diese Kategorie auch 84 ungarische Romas.

Aktiver Widerstand gegen die Besatzungsherrschaft in den okkupierten Ländern war von Anfang an ein weiterer wichtiger Grund, weshalb diese Männer ins Konzentrationslager kamen und an den unmenschlichen Bedingungen starben.

Dasselbe gilt für Kriegsgefangene, die entgegen den Bestimmungen der Genfer Konvention ins KZ gesperrt wurden. Viele wurden zu willkürlichen Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in all den Ländern, die durch die deutsche Wehrmacht nach 1939 eingenommen wurden.

In der nachfolgenden Liste sind die Namen nach Nationen geordnet jeweils in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Die Zahl nach dem Namen bezeichnet das Sterbealter. Auf einem Gedenkstein in Würfelform sind die Namen in der Gedenkstätte beim KZ-Friedhof Schömberg aufgezeichnet.


Liste der in den Lagern Schömberg und Dautmergen in den Jahren 1944/45            umgekommenen Häftlinge


Liste der im Lager Schörzingen 1944/45 umgekommenen Häftlinge

Im KZ Schörzingen befanden sich über 1000 Häftlinge, überwiegend aus dem politischen Widerstand der besetzten Länder Europas. Aber auch Kriegsgefangene waren darunter. Die Zustände im Lager waren katastrophal. Für den Aufbau von „Wüste 10“ wurden täglich ca. 500 Häftlinge abkommandiert. Die anderen schufteten in der Untertage-Ölproduktion nahe des KZ Schörzingen.